Öko-Test warnt:
Erhebliches Kontaktallergierisiko durch Haarfärbemittel
Datum: 10.12.2012 | Kategorie: Verbraucherschutz
Von: T.K.
Risiko Kontaktallergie – aktuelle Untersuchungsergebnisse warnen vor chemischen Haarfärbemitteln. Die enthaltenen Substanzen können Kontaktsensibilisierungen hervorrufen.
Handelsübliche Haarcolorationen bergen ein erhebliches Kontaktallergiepotenzial – problematische Substanzen sind in allen getesteten Farben nachweisbar, so das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der Zeitschrift Öko-Test. Allergiker sollten daher auf die Verwendung chemischer Haarfarben grundsätzlich verzichten. Eine allergische Reaktion äußert sich zumeist in starken Rötungen, kombiniert mit quälendem Juckreiz. Betroffen sind in der Regel Nacken, Gesicht und Kopfhaut. In vereinzelten Produkten ist zudem das aromatische Amin p-Aminophenol nachweisbar. Die Chemikalie ist aufgrund ihrer erbgutverändernden Wirkung in Kosmetika verboten, im Einzelfall kann das Verbot jedoch mittels eines Gutachtens des EU-Beratergremiums umgangen werden.
Naturkosmetik statt Chemiekeule Liegt noch keine Sensibilisierung vor, sollte in jedem Fall von dem auf vielen Verpackungen angepriesenen Allergieverdachtstest abgesehen werden – denn nicht selten ist eben dieser Selbsttest für die Entstehung einer Allergie verantwortlich. Sowohl betroffene Kontaktallergiker (z. B. Nickelallergiker) als auch nicht sensibilisierte Personen sollten chemische Färbemittel daher grundsätzlich meiden und stattdessen pflanzliche Alternativen bevorzugen. Wer dennoch nicht auf chemische Haarcolorationen verzichten möchte, sollte beim Färben Handschuhe tragen sowie Gesicht und Ohren mit einer Fettcreme schützen. Literatur:
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Allergieberaterin und Autorin
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