Ohrschmuck bei Nickelallergie – Schutzhülsen machen es möglich
Interview mit Ramona Mignon, Geschäftsführerin der Flutees Verwaltungsgesellschaft mbH
Datum: 19.12.2013 | Kategorie: Interviews
Von: T.K.
In Deutschland leiden etwa 10 Millionen Menschen an einer Nickelallergie, bis zu 20 Prozent der weiblichen Bevölkerung sind betroffen. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf den täglichen Schmuckgebrauch, der Frauen einem direkten und anhaltenden Allergenkontakt aussetzt – denn Nickel ist wesentlicher Bestandteil von Modeschmuck und kann auch in hochpreisigen Accessoires enthalten sein. Insbesondere Ohrstecker und Piercings sind problematisch, da der Schmuck nicht nur direkt auf der Haut aufliegt, sondern der nickelhaltige Stab auch das Ohrläppchen durchdringt. Schutzhülsen können jedoch Abhilfe leisten und auch sensibilisierten Personen ein bedenkenloses Tragen ermöglichen. nickelfrei.de führte kürzlich ein informatives Gespräch mit Ramona Mignon, selbst betroffene Nickelallergikerin und Anbieterin entsprechender Schutzhülsen.
nickelfrei.de: Schmuck gilt als häufigster Auslöser einer Nickelallergie. Sensibilisierte Personen müssen sich häufig in Verzicht üben oder auf nichtmetallische Alternativen zurückgreifen. Dabei ist die Idee hinter Flutees® ebenso simpel wie naheliegend: Eine als Barriere fungierende Schutzhülse soll verhindern, dass Nickelionen aus dem Ohrschmuck unter die Haut wandern können. Wie kam Ihnen der Gedanke, Schutzhülsen für Ohrstecker zu fertigen?
nickelfrei.de: Woraus bestehen Flutees® und ist das Material uneingeschränkt verträglich? Mignon: Da ich das Produkt aus meiner eigenen Betroffenheit heraus entwickelt habe und weiß, wie unangenehm entzündete Ohrlöcher sind, können Sie sich vorstellen, dass die Qualität des Gesamtprodukts – angefangen von der Konstruktion über die Herstellung bis hin zur Verpackung – von Anfang an eine entscheidende Rolle gespielt hat. Hierzu gehört selbstverständlich auch die Qualität des Kunststoffs. Der Kunststoff, aus dem Flutees® bestehen, ist nicht nur hochwertig, sondern auch medizinisch zugelassen.
nickelfrei.de: Maximaler Schutz bei minimalem Aufwand – bitte beschreiben Sie unseren Lesern, wie die Schutzhülsen korrekt anzuwenden sind. Mignon: Die Anwendung ist denkbar einfach. Sie schieben einen Ohrstecker in die Schutzhülse, drehen diese von der Halterung ab und führen den Ohrstecker samt der Schutzhülse in das Ohrloch ein. Anschließend sichern Sie den Ohrstecker samt Schutzhülse mit dem beiliegenden Flutees®-Verschluss. Wichtig ist, dass die kleine Scheibe, die an einem Ende der Schutzhülse angebracht ist, zum Schmuckteil des Ohrsteckers zeigt. Diese kleine Scheibe wurde extra angebracht, um nicht nur den Kontakt zwischen dem Ohrsteckerstab und dem Ohrloch zu unterbinden, sondern auch den Kontakt zwischen dem Schmuckteil des Ohrsteckers und dem Ohrläppchen zu verhindern.
nickelfrei.de: Ohrschmuck ist in den unterschiedlichsten Ausführungen und Größen erhältlich. Sind Flutees® universell einsetzbar, sprich passend bei allen gängigen Ohrstecker-Modellen?
nickelfrei.de: Flutees® sind in 1er, 5er und 25er Packungen erhältlich. Wo und zu welchen Preisen können die Schutzhülsen erworben werden?
nickelfrei.de: Welche Resonanz erhalten Sie von Ihren Kunden, insbesondere sensibilisierten Personen wie Nickelallergikern? Mignon: Das Interesse war bereits während der Produktentwicklung sehr groß! Ich war erstaunt, wie viele Frauen Probleme beim Tragen von Ohrringen haben. Denn die sensible Reaktion auf Ohrschmuck betrifft nicht ausschließlich Nickelallergiker, sondern ist auch bei anderen Personen festzustellen. Bei diesen treten zwar vergleichbare Symptome wie bei Nickelallergikern auf, jedoch bei weniger Schmuckstücken. Frauen, die Flutees® anwenden, können ihren Ohrschmuck dagegen problemlos tragen und sind entsprechend begeistert.
nickelfrei.de: Treten allergische Beschwerden auf, wird die Web-Recherche einem Arztbesuch immer häufiger vorgezogen. Doch abseits seriöser Gesundheitsangebote lauern im Internet auch zahlreiche medizinische Fehlinformationen. Wie bewerten Sie in diesem Zusammenhang Bedarf und Nutzen zertifizierter Gesundheitsportale wie nickelfrei.de? Mignon: Die Nickelallergie wird oft unter dem Begriff Kontaktallergie subsummiert. Dabei gibt es insbesondere in Bezug auf die Nickelallergie Aspekte, die in meinen Augen eine weitergreifende Betrachtung und Information erfordern. Hierzu gehört beispielsweise, dass nur die wenigsten Nickelallergiker einen Arzt aufsuchen. Dies führt in der Regel dazu, dass sich bereits sensibilisierte Personen weiterhin dem Kontakt mit nickelhaltigen Materialien aussetzen, anstatt diesen Kontakt zu vermeiden. nickelfrei.de übernimmt aus meiner Sicht eine wichtige Aufklärungs- und Beratungsfunktion, denn einer Nickelallergie kann vorgebeugt werden! Die Zertifizierung dokumentiert zudem den hohen Anspruch an die Qualität der publizierten Informationen. Weiterführende Informationen über Flutees® Schutzhülsen für Ohrstecker finden Sie im Internet unter www.flutees.de. |
Über Nickelfrei.de
Fachärztin für Innere Medizin, Laboratoriumsmedizin, Geriatrie, Ernährungsmedizin und Naturheilverfahren
"Der Bedarf an Informationen ist sehr groß. Für medizinische Laien kann es jedoch schwierig sein, diese zu gewichten und einzuordnen. Bei meinen Recherchen bin ich auf inhaltlich hervorragende Internetseiten gestoßen, zu denen auch nickelfrei.de gehört." Neueste Beiträge im Forum
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